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Wittorf 21.01.12
Die Heinkelfreunde Bremen – Unterweser folgten der Einladung von Marianne und Heinz zur traditionellen Kohlfahrt. Die Kohlfahrt ist eigentlich keine Fahrt, höchstens soweit, bis man am Treffpunkt eingetroffen ist.
Ab dann wird gewandert, es geht über Stock und Stein durch Feld und Flur so ca. 1-
So sollten Kohlfahrten ablaufen!
Es geht nicht immer alles glatt: das Wetter und einige Absagen kurz vor dem Termin machten die Sachlage für den Ausrichter zum Lotteriespiel.
Das Wetter an diesem Tage konnte nicht als Wetter benannt werden, höchsten als Scheißwetter. Starker Dauerregen und starker Wind waren an der Tagesordnung.
Die Wanderung ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Durch die schöne idyllische Gegend um Wittorf sollte die Wanderung gehen. Durch tagelangen Dauerregen war alles aufgeweicht und nicht einmal mit einem Trecker passierbar.
Die Ausrichter hatten umorganisiert und die Doppelgarage zum Treffen umgeräumt. Vom Lokal bis zur Garage war es nicht weit. 400 Meter bei Regen lassen sich bewältigen.
Nicht alle hatten den Anfahrtsweg pünktlich hinter sich gebracht, das Wetter machte Probleme. Schneetreiben und möglicherweise Straßenglätte riet zur umsichtigen Fahrweise. Eine Stunde Anfahrt musste mindestens einkalkuliert werden. Das hatte nicht jeder bedacht. Die Wartezeit nutzte Jens Martin um noch einige nicht gezahlte Clubbeiträge einzufordern. Marianne und Heinz, auch Heiko (Sohn) versorgten die frierenden Gäste mit wärmenden Getränken. Jens verteilte für jeden eine Trillerpfeife, denn es sollte doch eine Fahrt mit Pfiff werden.
Als alle angekommen waren, hielt Marianne eine Rede über das Dorf und insbesondere zum Dorfgemeinschaftshaus.
Bei dieser Begrüßungsansprache und auch zu den unterwegs erklärten Sehenswürdigkeiten muss immer aufgepasst werden, möglicherweise werden sie in einigen Nachfragen benötigt. Es werden zur Erlangung des neu zu findenden Kohlkönigs immer einige Daten oder Ergebnisse aus dem Erklärten oder den auszuführenden Tätigkeiten hinzugezogen. Ob es die Besten oder die schlechtesten Leistungen sind die in die Wertung genommen werden ist für alle Teilnehmenden ungewiss. Natürlich nehmen alle teil; Verweigerer gibt es nicht. Nach 400 Meter Laufstrecke die nur mit Schirm zu bewältigen war, ist das erste Ziel erreicht. Die zu bewältigende sportliche Aufgabe war zu lösen. Der Reisigbesenweitwurf wurde von allen Teilnehmenden ernsthaft und mit den ihnen zu eigen stehenden Kräften ausgeführt. Hier hatte Jens Martin die größte Höhe erreicht und der Besen von Ingo die weiteste Entfernung zurückgelegt.
Es erwartete uns eine tolle festlich hergerichtete Garage. Mit einem Gasbrenner wurde versucht etwas Wärme zu erzeugen. Dies gelang nur bedingt, die gereichten Getränke von Alkoholika, Kaffee und Punsch mussten nachhelfen. Der Renner war der Punsch. Die kleinen Brötchen waren dazu, damit die Getränke nicht so trocken herunter gewürgt werden mussten.
Marianne erzählte sehr lebhaft und authentisch Geschichten von einigen originellen Bewohnern des Dorfes. Davon gibt es im Dorfe immer einige. Es wurde trotz des auf Volldampf laufenden Gasbrenners nicht wärmer, die guten Gespräche und die wärmenden Getränke machten es gerade noch erträglich. Es wurde zum Aufbruch gerufen, das Kohlessen wartete auf uns. Ein Spaziergang von ca. 600 Meter weit sollte nun erwandert werden.
Es fing wieder an zu regnen. Alle waren froh, endlich den Aufenthalt im Warmen genießen zu können. Als alle ihren Platz gefunden hatten und die Getränke bestellt waren, verteilten Marianne und Heinz einige Blätter mit sehr schwierigen Wissensfragen, zusätzlich war noch zu erraten wie viele Haselnüsse sich in einem Glas befanden. Gitti fand für sich eine patente Lösung: sie leerte das Glas aus und zählte. Das war nicht erlaubt. Aber doch einen Versuch wert. Jens verteilte Kugelschreiber, so dass jeder in Ruhe die äußerst schwierigen Fragen beantworten konnte. Die endlich eingesammelten Bögen wurden zur Auswertung gegeben, hieraus sollte dann der neue König ermittelt werden.
Das Kohlessen wurde serviert. Es war lecker und reichlich. Eine uns unbekannte Wurst wurde mit Vorsicht probiert und doch als essbar empfunden. Es war von der Wirtin zu erfahren, dass es eine Brägenwurst sei. Das ist uns, die wir aus der Bremer Umgebung kommen, nicht bekannt.
Anmerkung: Bregen -
Es wird Zeit das Ergebnis von der Auswertung zu erfahren, Marianne zögerte die Spannung noch durch ein langes hinziehen hinaus. Drei Männer, Jens Martin, Jan und Ingo durften vortreten, allen war die Angst anzusehen, dass sie eventuell das äußerst schwerwiegende Amt des Königs für das kommende Jahr übernehmen müssten. Jens Martin und Jan belegten die Plätze zwei und drei und wurden mit einem kleinen Geschenk belohnt.
Wer blieb übrig -
Im wahrsten Sinne des Wortes wurde dem Besten unter den Guten die Krone von Heinz übergeben, zusätzlich wurde ihm der Grünkohlorden der Heinkelfreunde Bremen-
Ingo ist noch blasser geworden, echte Freude war ihm nicht anzusehen, das muss auch noch wachsen. Wir denken, mit unserm Ingo haben wir einen würdigen Nachfolger von Heinz erhalten.
Jens und Edith machten sich zu einem eigenartigen Vortrag bereit. Vorab begrüßte Jens den neuen König mit seiner untertänigsten Huldigung, Er verneigte sich vor seiner Majestät.
Marianne, Heins und Heiko wurden mir dankenden Worten für die vorrangegangene Regentschaft bedacht. Als kleines Dankeschön gab es für Marianne und Heiko auch noch etwas.
Heinz bekam nichts, da sie ihm als Untergebene ständig zu Diensten sein mussten, denn wer wird auch dem König etwas freiwillig in den Rachen werfen.
Jens machte dann mit stoischer Ruhe seine Vorbereitungen für den Vortrag weiter. Das fördert die Erwartungshaltung bei den Zuschauern, was wird das wohl werden!
Eine kleine Geschichte zur Gemeinsamkeit und Hilfsbereitschaft sollte eine Verbindung zum Heinkel und deren Besitzer darstellen, was sich bei der künstlerischen Darbietung wiederspiegelte.
Die Mitmachgeschichte nannte Jens den noch folgenden Vortrag oder aber auch als MitmachTheater. Der Drehbuchtitel lautet -
Anschließend wurde dem Jens -
Das Kunstwerk bekommt einen Sonderplatz bei Jens.
Im Anschluss daran gab es Kaffee, Kuchen und Eis und gute Gespräche. Die Runde löste sich langsam auf, einige Unentwegte setzten sich zusammen und plauderten bis dann zum gemeinsamen Aufbruch geblasen wurde.
Ein schöner Tag mit Spaß und bester Stimmung endete, es regnete immer noch.
Wie sehen uns 2013 bei Gitti und Ingo.
Jens Borchers für die Heinkelfreunde Bremen–Unterweser.